FORSCHUNG UND PRAXIS

Ausführungskosten im Kryptohandel: vom Entscheidungspreis zu tatsächlichen Ausführungen

Prüfen Sie die Differenz zwischen einer Handelsentscheidung und ihren Ausführungen: Marktbewegung, Ausführungspreise, Gebühren und Opportunitätskosten nicht ausgeführter Mengen.

Redaktionelle Illustration zu: Ausführungskosten im Kryptohandel, vom Entscheidungspreis zu tatsächlichen Ausführungen
Redaktionelle Illustration; keine Live-Marktdaten. Photo: Morthy Jameson · Pexels

Eine Strategie kann eine günstige Kursbewegung erkennen und trotzdem ein enttäuschendes Kontenergebnis liefern. Um die Ursache zu verstehen, müssen Sie den bei der Entscheidung verfügbaren Preis festhalten und mit der tatsächlichen Folge der Ausführungen vergleichen. Diese Ausführungsanalyse ist von der Frage zu trennen, ob die Prognose die Richtung richtig einschätzte. Sie sollte außerdem tatsächliche Kontotransaktionen von einem hypothetischen Vergleichsmaßstab unterscheiden, insbesondere wenn nur ein Teil der beabsichtigten Menge gehandelt wurde.

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Den Entscheidungsmaßstab wählen und sichern

Erfassen Sie vor der Ausführung die beabsichtigte Handelsrichtung, die Menge, den Entscheidungszeitpunkt und einen eindeutig definierten Referenzpreis. Der Mittelpunkt zwischen Geld- und Briefkurs kann für Analysen nützlich sein, ist aber nicht unbedingt ein Preis, zu dem die gesamte Menge handelbar war. Bewahren Sie die zugehörigen Kurse auf, damit dieser Unterschied sichtbar bleibt. Ergänzen Sie einen Ankunftszeitpunkt und einen gesonderten Referenzpreis bei Ankunft, wenn Sie die Verzögerung bis zum Eintreffen der Order am Handelsplatz untersuchen wollen. Investor.gov erläutert die allgemeine Bedeutung von Ausführungspreis und Weiterleitung bei Aktienorders. Der hier beschriebene Kryptoablauf übernimmt das Rechnungsprinzip, ohne rechtliche Pflichten des Aktienmarkts auf andere Handelsplätze zu übertragen.

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Die Rechnung an tatsächlich ausgeführte Mengen binden

Bei einem Kauf erzeugt ein Preis oberhalb des gewählten Maßstabs eine positive Kostendifferenz; bei einem Verkauf gilt dasselbe für einen niedrigeren Erlös. Gewichten Sie jede Ausführung mit ihrer ausgeführten Menge und berücksichtigen Sie Gebühren in dem Vermögenswert, in dem sie berechnet wurden. Rechnen Sie für den Bericht einheitlich um. Vergleichen Sie die ausgeführte mit der beabsichtigten Menge, statt anzunehmen, dass eine akzeptierte Order vollständig abgeschlossen wurde. Eine Orderbestätigung, eine Teilausführung und die letzte Ausführung sind unterschiedliche Ereignisse. Das Journal sollte seine berechneten Kosten mit den Transaktionsaufzeichnungen des Kontos abstimmen können.

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Eine hypothetische Rechnung mit Teilausführungen

Angenommen, 100 Einheiten sollen bei einem Entscheidungsreferenzpreis von 20,00 gekauft werden. Nur 40 Einheiten werden zu 20,05 und 30 zu 20,08 ausgeführt. Die 70 ausgeführten Einheiten kosten 1404,40, gegenüber 1400,00 zum Referenzpreis. Die Preisdifferenz der ausgeführten Menge beträgt somit 4,40 Einheiten der Kurswährung. Eine hypothetische Gebühr von 0,10 % erhöht die Kosten um 1,4044. Liegt der vorab festgelegte Bewertungspreis für die nicht ausgeführten 30 Einheiten bei 20,30, beträgt deren Opportunitätskostenanteil 9,00. Insgesamt ergibt sich eine Abweichung vom Vergleichsmaßstab von 14,8044. Tatsächliche Transaktionen sind in diesem erfundenen Beispiel jedoch nur die Ausführungen und die berechnete Gebühr.

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Verzögerungen zuordnen, ohne sie doppelt zu zählen

Ändert sich der Referenzpreis zwischen Entscheidung und Ankunft, kann ein Teil der Differenz mit Warte-, Übertragungs- oder Verarbeitungszeit zusammenhängen. Die zusätzliche Differenz zwischen dem Referenzpreis bei Ankunft und den Ausführungen beschreibt einen weiteren Abschnitt. Unter den gewählten Definitionen müssen sich diese Bestandteile wieder zum selben Gesamtbetrag addieren. Rechnen Sie nicht die vollständige Differenz zwischen Entscheidung und Ausführung nochmals als gesonderte Slippage hinzu. Ein zeitlicher Zusammenhang beweist auch nicht, dass eine bestimmte Softwareverzögerung die Kursbewegung verursacht hat. Vergleichen Sie wiederholte Beobachtungen mit abgestimmten Uhren und ähnlichen Bedingungen, bevor Sie einem Prozessabschnitt dauerhaft Kosten zuschreiben.

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Stornierungen und ausgebliebene Ausführungen vergleichbar machen

Eine geduldige Limitorder kann den gezahlten Preis bei erfolgreicher Ausführung senken, zugleich aber die Wahrscheinlichkeit erhöhen, gar nicht zu handeln. Werden nur abgeschlossene Orders ausgewertet, kann das Ergebnis deshalb günstiger aussehen, weil entgangene Gelegenheiten ausgeschlossen werden. Legen Sie vorab fest, wann eine offene Restmenge storniert wird und welcher Preis für ihren Vergleich verwendet wird. Berichten Sie Ausführungsanteil, Wartezeit, Preisabweichung und Annahmen zu Opportunitätskosten getrennt. Negative Opportunitätskosten sind möglich, wenn der unterlassene Kauf sich als vorteilhaft erweist. Sie bleiben aber ein Vergleich mit dem angegebenen hypothetischen Gegenverlauf und sind keine Kontogutschrift.

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Ausführungsqualität gemeinsam mit dem Signal prüfen

Gruppieren Sie die Analyse nach Ordergröße, Spread, Volatilität und Datenaktualität. Vergleichen Sie Mediane und ungünstige Randfälle statt nur eines Gesamtdurchschnitts. Behalten Sie abgelehnte und teilweise ausgeführte Orders im Bericht zur Abdeckung. Prüfen Sie, ob ein scheinbar starkes Signal gewöhnlich erst sichtbar wird, wenn sein Preisvorteil größtenteils verschwunden ist. Ein anhand von Charts berechnetes Papierergebnis muss als Simulation gekennzeichnet bleiben, wenn keine Ausführungen vorliegen. Der Nutzen besteht in einer nachvollziehbaren Erklärung, wo Kosten entstanden und welche Mengen einem Risiko ausgesetzt waren, nicht darin, jede günstige Marktbewegung als realisierten Gewinn umzudeuten.

Quellen und Einordnung der Beispiele

Die Quellen belegen Definitionen und Mechanismen. Die Zahlenbeispiele sind hypothetische Lernbeispiele, keine aktuellen Kurse, Prognosen oder berichteten HOSTuvo-Ergebnisse. Bilder dienen der redaktionellen Illustration.